Nichts für schwache Nerven

Zu einem regelrechten Krimi, der bis zu den letzten Sekunden alles offen ließ, entwickelte sich das erste Spiel der Eagles in der Landesliga gegen die Wörtherseepiraten. Auch wenn die Sensation am Ende nicht gelingen wollte, war es doch ein sehr spannendes, und ansehnliches Spiel für die Eagles als Underdogs.

In dem Spiel prallten zwei Gegner aneinander, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Konnten die Eagles eine geballte Lebenserfahrung von 572 Jahren bei einem Durchschnittsalter von 44 Jahren in die Waagschale werfen, glänzten die Piraten mit einem im Verhältnis jungen Team mit einem Durchschnittsalter von 26 Jahren, aber dafür lediglich 258 Jahren gesammelter Lebenserfahrung.

Angesichts dieses Altersunterschieds darf es einen nicht verwundern, dass die Eagles nicht so schnell in die Gänge kamen und den Anfang der Partie verschliefen: Die Wurfversuche waren zu hektisch, fanden ihr Ziel nicht und eine zu zögerliche Defense wurde von den Piraten gnadenlos bestraft. Innerhalb der ersten Minute stellten sie so bereits auf 0:10, bis endlich unser neuer Spieler Torbjörn Delliehausen mit zwei verwerteten Freiwürfen denn Bann brach. Wie wichtig waren diese, seine ersten Körbe in einem Meisterschaftsspiel in unserem Verein, in dieser Situation! Mit diesem Impuls wachte die Mannschaft endlich auf und es entwickelte sich ein intensiver aber offener Schlagabtausch. Vier erfolgreiche offene Dreier durch die Piraten im ersten Viertel zuzulassen war jedoch eindeutig zu viel um Terrain wettzumachen. Mit 14:24 brachten die Piraten den Vorsprung aus der ersten Minute sicher bis in die ersten Viertelpause.

Nun waren die Eagles aber endlich in der Landesliga und deren höherem Tempo angekommen. Eine Umstellung auf Zonenverteidigung mit einer hohen Intensität konnte den Spielfluss der Piraten endlich unterbrechen und die Offense entwickelte sich daraus flüssig. Mit 31:19 konnten die Eagles nicht nur dieses Viertel überraschend deutlich für sich entscheiden sondern sogar das Spiel drehen und erstmals zu einem Halbzeitstand von 45:43 in Führung gehen.

Im dritten und vierten Viertel konnte diese Intensität jedoch leider nicht ganz gehalten und die Führung nie auf mehr als 6 Punkte ausgebaut werden. Und das war offenbar zu wenig für die intensive Schlussphase. Die Eagles lagen 2 Minuten vor Schluss nur noch mit drei Punkten in Führung, als die Piraten mit zwei erfolgreichen Dreiern plötzlich die Führung kaperten. Mit vier Freiwürfen hatten die Eagles zwar noch die Chance auf die Sensation. Jedoch vergaben sie davon drei und mussten nun dazu übergehen, mit taktischen Fouls die Uhr anzuhalten. Doch es nutzte nichts mehr, die Piraten verwerteten in diesen letzten Sekunden alle Freiwürfe kaltschnäuzig während die Eagles ihre Chancen durch zu hektische Wurfversuche ungenutzt ließen. Mit einem Endstand von 94:86 ging dieses spannende Spiel schließlich zu Ende. Auch wenn die Sensation ausgeblieben ist, können die Eagles mit diesem Spiel jedenfalls sehr zufrieden sein.

Endergebnis: 94:86 (45:43)

Viertelergebnisse: 14:24, 31:19, 17:21, 24:30

Werfer für die Eagles: Carr M. 24. Delliehausen T. 19, Leitern A. 15, Voljevica M. 8, Stellato V. 5, Moschik R. 4, Hinteregger H. 4. Pilosio T. 3, Ofner G. 2, D’Inca‘ S. 2, Stiegler H., Canellas M., Campanogara P.

Werfer für die Piraten: Della S. 22, Apschner J. 21, Mulalic S. 15, Starovic D. 11, Maier P. 7, Strasser M. 6, Miklic M. 5, Samsel M. 4, Vukic S. 3, Davidovic M.

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